Die Gesundheit unserer Vierbeiner liegt uns am Herzen. Akute Magenprobleme können für sie eine ernsthafte Gefahr darstellen. Möchtest du in Situationen, in denen deine Fellnase teilnahmslos im Körbchen liegt, speichelt und würgt, nicht hilflos dastehen? Möchtest du die Anzeichen von Magenproblemen frühzeitig erkennen, richtig reagieren und deinem Liebling schnellstmöglich helfen können? In diesem Blogartikel erfährst du, welche die häufigsten Magenprobleme sind, wie du eine akute Magendrehung erkennst und wann du sofort handeln musst.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Magendrehung und wie gefährlich ist sie?
- Mein Hund erbricht – was tun?
- Fütterung bei Magenproblemen
- Wie kann ich Darmproblemen bei Hunden vorbeugen
- Fazit
Was ist eine Magendrehung und wie gefährlich ist sie?
Wenn dein Hund sich kurz nach dem Essen apathisch verhält, sich auf kühle Stellen legen möchte, dies dann aber doch nicht tut, unruhig umherläuft, speichelt und würgt, aber nichts herauskommt, dann solltest du so schnell wie möglich zum Tierarzt oder in die Tierklinik fahren. Es könnte sich um eine Magendrehung handeln, die innerhalb kurzer Zeit tödlich verlaufen kann. Dabei wird die Blutzufuhr abgeschnürt, wodurch Organe absterben. Eine Magendrehung muss operiert werden, anders ist sie nicht zu behandeln.
Magendrehungen treten häufig bei grossen Hunden mit tiefem Brustkorb wie Doggen, Dobermann, Boxer usw. auf. Deshalb sollten diese Hunderassen drei bis vier Mal täglich mit kleineren Portionen gefüttert werden und nach den Mahlzeiten ein bis zwei Stunden ruhen, schlafen und verdauen.
Was tun im Notfall?
- Der Hund muss so schnell wie möglich zum Tierarzt oder in eine Tierklinik gebracht und operiert werden.
Mein Hund erbricht – was tun?
Wenn der Hund nur einmal erbricht, weil er z.B. Gras gefressen hat oder weil er die Mahlzeit zu schnell hinuntergeschlungen hat, ist das nicht schlimm oder gefährlich. Denn alles, was hochkommt, ist noch nicht verdaut. Manchmal fressen Hunde auch Gras, um ihren Magen zu reinigen. Dann geht es dem Hund schnell wieder besser und das Erbrechen ist harmlos.
Wenn du aber siehst, dass es deinem Hund nicht gut geht (gekrümmter Rücken, traurige Augen, Antriebslosigkeit usw.) und er erbricht, vielleicht auch schon leicht Verdautes, dann gehe unbedingt zur Tierärztin oder zum Tierarzt. Auch wenn er nicht erbricht, du aber merkst, dass sein Bauch grummelt und es ihm einfach nicht gut geht. Einerseits muss der Hund untersucht werden, um die Ursache zu finden (denn es gibt viele Ursachen für Erbrechen und Unwohlsein), andererseits muss der Hund so keine Schmerzen haben und der Tierarzt kann ihm mit Medikamenten helfen.
Bei Magen-Darm-Problemen kann auch das Kräuterjuwel unterstützend wirken.
Was tun im Notfall?
- Bei Erbrechen mit Unwohlsein immer zum Tierarzt.
- Der Hund muss gründlich untersucht werden.
- Die Schmerzen müssen gelindert werden.
- Je nach Ursache wird über das weitere Vorgehen entschieden
Fütterung bei Magenproblemen
Natürlich muss die Diagnose des Tierarztes beachtet werden, aber du solltest darauf achten, dass der Hund genügend Flüssigkeit zu sich nimmt und wenn er etwas frisst, sollte es möglichst leicht verdaulich sein. Du kannst auch einen Fastentag einlegen, wenn der Hund nicht fressen will, solange er genug trinkt. Hier einige Menüvorschläge:
- Reis mit Hühnchen
- Kartoffeln mit Hühnchen
- Gekochtes Gemüse (z.B. Karotten, Kürbis)
- dazu Fenchel- oder Kamillentee
Wie kann ich Darmproblemen bei Hunden vorbeugen
Eine artgerechte Ernährung ist wichtig, um Magenproblemen vorzubeugen. Vermeide plötzliche Futterumstellungen (siehe Blogartikel «Futterumstellung bei Hunden») und achte darauf, dass dein Hund nicht alles frisst, was er findet. Sorge ausserdem dafür, dass dein Hund nicht unnötigem Stress ausgesetzt ist und genügend Flüssigkeit zu sich nimmt.
Fazit
Nun hast du dir einen umfassenden Überblick über akute Magenprobleme bei Hunden, einschliesslich Symptomen und Notfallmassnahmen verschafft.
- Eine Magendrehung ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der sofort tierärztliche Hilfe erfordert. Die Behandlung erfordert in der Regel eine Operation.
- Einmaliges Erbrechen bei Hunden ist oft harmlos. Bei wiederholtem Erbrechen oder in Verbindung mit anderen Symptomen sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.
Wichtig ist ein bewusster Umgang mit der Gesundheit unserer Hunde, einschliesslich vorbeugender Massnahmen. Gesunde Ernährung, langsame Futterumstellung und Stressvermeidung sind entscheidend für die Vorbeugung von Magenproblemen bei Hunden.